Leitungsschutzschalter
Eine Sicherung im Zählerschrank, die einen einzelnen Stromkreis bei Überlast oder Kurzschluss automatisch abschaltet, um Kabel und Leitungen vor Überhitzung und Brand zu schützen.
Was macht ein Leitungsschutzschalter?
Der Leitungsschutzschalter – oft einfach „Sicherung” genannt – schützt die elektrischen Leitungen in Ihrem Gebäude. Wenn zu viele Geräte an einem Stromkreis hängen (Überlast) oder ein Kurzschluss auftritt, schaltet er den betroffenen Stromkreis ab. Damit verhindert er, dass sich Kabel überhitzen und ein Brand entsteht.
Wie unterscheidet er sich vom FI-Schutzschalter?
Der Leitungsschutzschalter schützt die Leitung. Der FI-Schutzschalter schützt den Menschen. Beide sitzen im Zählerschrank, haben aber völlig unterschiedliche Aufgaben. Ein moderner Zählerschrank enthält immer beide.
Auslösecharakteristiken
Leitungsschutzschalter gibt es in verschiedenen Typen, die sich im Auslöseverhalten bei Kurzschluss unterscheiden:
- Typ B: Löst beim 3- bis 5-fachen des Nennstroms aus. Standard für Steckdosen und Beleuchtung in Wohngebäuden.
- Typ C: Löst beim 5- bis 10-fachen des Nennstroms aus. Für Verbraucher mit höherem Einschaltstrom, etwa Motoren oder Klimaanlagen.
- Typ D: Löst beim 10- bis 20-fachen des Nennstroms aus. Für Industrieanwendungen mit sehr hohen Einschaltströmen.
Wann löst er aus?
Zwei Mechanismen arbeiten zusammen:
- Thermische Auslösung: Bei dauerhafter Überlast erwärmt sich ein Bimetall und trennt den Stromkreis. Das dauert je nach Überlast Sekunden bis Minuten.
- Elektromagnetische Auslösung: Bei einem Kurzschluss trennt ein Elektromagnet den Stromkreis sofort – innerhalb von Millisekunden.
Was tun, wenn der Leitungsschutzschalter auslöst?
Prüfen Sie zuerst, ob zu viele Geräte am betroffenen Stromkreis angeschlossen sind. Ziehen Sie überflüssige Stecker und schalten Sie den Leitungsschutzschalter wieder ein. Löst er sofort wieder aus, liegt wahrscheinlich ein Defekt vor. Lassen Sie das von einem Fachbetrieb prüfen.