Modulwirkungsgrad
Der Anteil der eingestrahlten Sonnenenergie, den ein Solarmodul tatsächlich in elektrischen Strom umwandelt – angegeben in Prozent.
Was misst der Modulwirkungsgrad?
Der Wirkungsgrad gibt an, wie effizient ein Solarmodul Sonnenlicht in Strom umwandelt. Ein Modul mit 20 Prozent Wirkungsgrad macht aus 1.000 Watt Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter 200 Watt elektrische Leistung. Der Rest geht als Wärme und Reflexion verloren.
Welche Werte sind heute üblich?
Moderne monokristalline Module erreichen Wirkungsgrade von 20 bis 22 Prozent. Premium-Module kommen auf bis zu 23 Prozent. Polykristalline Module, die früher verbreitet waren, liegen bei 15 bis 18 Prozent und werden heute kaum noch verbaut.
| Zelltechnologie | Typischer Wirkungsgrad |
|---|---|
| Monokristallin (PERC) | 20–21 % |
| Monokristallin (TOPCon) | 21–22 % |
| Monokristallin (HJT) | 22–23 % |
| Polykristallin | 15–18 % |
Wann ist der Wirkungsgrad wichtig?
Der Wirkungsgrad wird vor allem dann relevant, wenn Ihre Dachfläche begrenzt ist. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet mehr Leistung pro Quadratmeter. Bei großen, unverschatteten Dächern kann ein etwas günstigeres Modul mit niedrigerem Wirkungsgrad wirtschaftlich sinnvoller sein.
Wirkungsgrad im Alltag
Beachten Sie: Der angegebene Wirkungsgrad gilt unter Laborbedingungen. Im realen Betrieb ist er niedriger – durch höhere Modultemperaturen, diffuses Licht oder leichte Verschmutzung. Zwischen einem Modul mit 20 und 22 Prozent Wirkungsgrad liegt ein Unterschied von etwa 10 Prozent mehr Ertrag bei gleicher Fläche.
Entscheidender als der reine Wirkungsgrad sind die Gesamtkosten pro erzeugter Kilowattstunde über die Lebensdauer der Anlage. Hier spielen auch Degradation, Garantiebedingungen und Verarbeitungsqualität eine Rolle.