VÖGELE
Lexikon

Volllaststunden

Eine rechnerische Kennzahl, die angibt, wie viele Stunden eine Photovoltaikanlage auf voller Nennleistung laufen müsste, um ihren tatsächlichen Jahresertrag zu erreichen.

Meisterbetrieb
HWK Freiburg
100% Fachkräfte
Elektro-Innung

Was sind Volllaststunden?

Volllaststunden sind eine Vergleichsgröße für den Ertrag einer Photovoltaikanlage. Die Berechnung ist einfach: Jahresertrag in kWh geteilt durch installierte Leistung in kWp. Erzeugt eine 10-kWp-Anlage 10.000 kWh im Jahr, hat sie 1.000 Volllaststunden.

Die Anlage läuft natürlich nicht tatsächlich 1.000 Stunden auf Volllast. An den meisten Tagen produziert sie weniger als ihre Nennleistung – morgens, abends, bei Wolken. Die Volllaststunden fassen das in eine handliche Zahl zusammen.

Typische Werte für Süddeutschland

Die Region Freiburg gehört zu den sonnenreichsten Gebieten Deutschlands. Hier können Sie mit folgenden Werten rechnen:

  • Optimale Ausrichtung (Süd, 30° Neigung): 950 bis 1.050 Volllaststunden
  • Ost-West-Ausrichtung: 850 bis 950 Volllaststunden
  • Ungünstige Ausrichtung oder Teilverschattung: 700 bis 850 Volllaststunden

Zum Vergleich: In Norddeutschland liegen die Werte bei 800 bis 900 Volllaststunden.

Wofür brauchen Sie diese Zahl?

Volllaststunden helfen Ihnen, den erwarteten Jahresertrag Ihrer Anlage zu schätzen. Die Rechnung: Anlagenleistung in kWp mal Volllaststunden ergibt den Jahresertrag in kWh.

Beispiel: 8 kWp × 1.000 Volllaststunden = 8.000 kWh pro Jahr.

Was beeinflusst die Volllaststunden?

  • Standort und Sonneneinstrahlung: Süden besser als Norden.
  • Dachausrichtung und Neigung: Süd mit 30 Grad ist ideal.
  • Verschattung: Bäume, Nachbargebäude oder Gauben senken den Ertrag.
  • Modulqualität und Sauberkeit: Hochwertige, saubere Module liefern mehr.

Eine seriöse Ertragsberechnung berücksichtigt alle diese Faktoren individuell für Ihr Dach.

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