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Ratgeber

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026?

Photovoltaik Kosten 2026: Preise für Module, Speicher und Installation in Freiburg. Transparente Aufschlüsselung vom Meisterbetrieb.

7. Februar 2026 · 4 Min. Lesezeit

Meisterbetrieb
HWK Freiburg
100% Fachkräfte
Elektro-Innung

Was kostet eine Photovoltaikanlage wirklich?

Die Frage nach den Kosten einer Solaranlage ist berechtigt – und verdient eine ehrliche Antwort. Die Preisspanne ist groß, und wer nur auf den Gesamtpreis schaut, vergleicht Äpfel mit Birnen. Hier erfahren Sie, wie sich die Kosten zusammensetzen und was Sie für Ihr Budget erwarten können.

Kostenaufschlüsselung: Was steckt im Preis?

Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Komponenten. Jede einzelne beeinflusst den Gesamtpreis.

Solarmodule

Die Module machen etwa 30–40 % der Gesamtkosten aus. Für ein typisches Einfamilienhaus mit 10 kWp rechnen Sie mit 3.500 bis 5.000 Euro für die Module. Hochleistungsmodule mit besserer Effizienz kosten etwas mehr, bringen aber mehr Ertrag pro Quadratmeter Dachfläche.

Wechselrichter

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom um. Für eine 10-kWp-Anlage liegen die Kosten bei 1.500 bis 2.500 Euro. Hybridwechselrichter, die auch einen Stromspeicher ansteuern können, sind teurer.

Montagesystem und Installation

Unterkonstruktion, Kabel, Anschlüsse und die fachgerechte Montage machen zusammen 25–35 % der Kosten aus. Bei einem Schrägdach ist die Montage in der Regel günstiger als bei einem Flachdach, das eine Aufständerung benötigt.

Stromspeicher (optional)

Ein Batteriespeicher erhöht die Investitionskosten deutlich. Für ein System mit 5–10 kWh Kapazität zahlen Sie aktuell 4.000 bis 8.000 Euro. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrem Verbrauchsprofil ab.

Weitere Kosten

  • Netzanschluss und Anmeldung: 500–1.000 Euro
  • Zählerschrank-Umbau: falls nötig, 300–800 Euro
  • Gerüst: je nach Dach 500–1.500 Euro
  • Planung und Dokumentation: oft im Angebotspreis enthalten

Preisbeispiele nach Hausgröße

Die Kosten pro kWp sinken mit der Anlagengröße. Hier eine Orientierung für 2026:

AnlagengrößeTypische DachflächeKosten ohne SpeicherKosten mit Speicher
5 kWpca. 25 m²8.000–11.000 €13.000–18.000 €
10 kWpca. 50 m²14.000–18.000 €20.000–26.000 €
15 kWpca. 75 m²19.000–24.000 €26.000–33.000 €

Diese Zahlen sind Richtwerte. Der tatsächliche Preis hängt von Ihrem Dach, der gewählten Technik und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Was beeinflusst den Preis?

Nicht jede Anlage kostet gleich viel. Diese Faktoren machen den Unterschied:

Dachbeschaffenheit

Ein einfaches Satteldach nach Süden ist der günstigste Fall. Komplizierte Dachformen, Gauben, Verschattung oder Asbestdächer treiben die Kosten nach oben. Bei einem Flachdach kommt die Aufständerung hinzu.

Modulqualität

Günstige Module liefern weniger Ertrag pro Fläche und haben kürzere Garantiezeiten. Hochwertige Module kosten mehr, rechnen sich aber über die Laufzeit oft besser.

Regionaler Arbeitsmarkt

Die Installationskosten variieren regional. In der Region Freiburg liegen die Preise im süddeutschen Durchschnitt.

Elektroinstallation im Haus

Ist der Zählerschrank veraltet oder fehlt Platz für einen zweiten Zähler, kommen Umbaukosten hinzu. Das lässt sich bei der Vor-Ort-Besichtigung klären.

Amortisation: Wann hat sich die Anlage bezahlt gemacht?

Die Amortisationszeit hängt von drei Faktoren ab: den Investitionskosten, dem Eigenverbrauch und der Einspeisevergütung.

Rechenbeispiel für eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher:

  • Investition: 16.000 Euro
  • Jährlicher Ertrag: ca. 10.000 kWh
  • Eigenverbrauch (30 %): 3.000 kWh × 0,35 €/kWh = 1.050 € Ersparnis
  • Einspeisung (70 %): 7.000 kWh × 0,08 €/kWh = 560 € Vergütung
  • Jährlicher Vorteil: ca. 1.610 Euro
  • Amortisation: ca. 10 Jahre

Mit einem Stromspeicher steigt der Eigenverbrauch auf 60–70 %, die Amortisation bleibt aber ähnlich, weil der Speicher zusätzlich kostet. Details dazu finden Sie in unserem Artikel Lohnt sich Photovoltaik noch?.

Gibt es Förderungen?

Die wichtigste Förderung ist die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung nach dem EEG. Zusätzlich bieten einige Kommunen und das Land Baden-Württemberg Zuschüsse, insbesondere in Kombination mit einer Wallbox. KfW-Kredite mit günstigen Zinsen sind ebenfalls verfügbar.

Unser Rat

Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und achten Sie auf eine transparente Aufschlüsselung. Der günstigste Preis ist selten der beste. Was zählt, ist die Qualität der Komponenten, die fachgerechte Installation und ein Anbieter, der auch nach der Montage erreichbar ist.

Wenn Sie eine realistische Einschätzung für Ihr Dach in Freiburg und Umgebung wünschen, sprechen Sie uns an. Wir rechnen ehrlich – ohne versteckte Kosten.

Fragen zu diesem Thema?

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