Lohnt sich Photovoltaik noch? Ehrliche Antwort vom Meisterbetrieb
Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch? Ehrliche Analyse mit Rechenbeispiel vom Meisterbetrieb aus Freiburg. Ohne Schönrechnerei.
10. Januar 2026 · 4 Min. Lesezeit
Lohnt sich eine Solaranlage 2026 noch?
Diese Frage hören wir fast täglich. Die kurze Antwort: Ja, in den meisten Fällen. Die ehrliche Antwort ist etwas länger – denn es gibt Situationen, in denen sich eine PV-Anlage weniger lohnt als erhofft.
Die aktuelle Situation
Die Rahmenbedingungen für Photovoltaik haben sich in den letzten Jahren verändert. Die Modulpreise sind deutlich gefallen. Die Strompreise bleiben hoch. Die Einspeisevergütung sinkt zwar weiter, spielt aber eine untergeordnete Rolle, wenn Sie Ihren Solarstrom selbst verbrauchen.
Der entscheidende Hebel ist der Eigenverbrauch. Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen statt vom Versorger zu kaufen, spart Ihnen aktuell rund 35 Cent. Die Einspeisevergütung liegt dagegen bei etwa 8 Cent. Der Unterschied ist klar.
Wann sich Photovoltaik definitiv lohnt
Hoher Eigenverbrauch
Wenn Sie tagsüber viel Strom verbrauchen – etwa durch Homeoffice, Wärmepumpe oder ein Elektroauto – profitieren Sie am meisten. Mit einer Wallbox und intelligentem Überschussladen steigt Ihr Eigenverbrauch erheblich.
Geeignetes Dach
Ein Süddach ohne Verschattung bringt den höchsten Ertrag. Aber auch Ost-West-Anlagen funktionieren gut – sie liefern morgens und abends Strom, wenn viele Haushalte ihn brauchen. Selbst ein Flachdach eignet sich mit der richtigen Aufständerung.
Langfristige Nutzung
Eine PV-Anlage produziert 25 bis 30 Jahre Strom. Die Investition amortisiert sich nach 8 bis 12 Jahren. Danach verdienen Sie. Wer plant, länger im Haus zu wohnen, macht mit Photovoltaik fast immer ein Plus.
Wann Sie genauer rechnen sollten
Starke Verschattung
Bäume, Nachbargebäude oder Dachaufbauten können den Ertrag deutlich reduzieren. Eine ehrliche Verschattungsanalyse vor der Installation ist Pflicht. Manchmal lohnt sich eine kleinere Anlage auf dem unverschatteten Teil mehr als eine große mit Schattenproblem.
Sanierungsbedürftiges Dach
Muss das Dach in den nächsten Jahren ohnehin saniert werden, sollten Sie das zuerst erledigen. Eine Anlage abbauen, das Dach sanieren und wieder aufbauen kostet unnötig Geld.
Sehr geringer Stromverbrauch
Wer unter 2.500 kWh im Jahr verbraucht und kein E-Auto plant, braucht nur eine kleine Anlage. Die Fixkosten (Zähler, Anmeldung, Versicherung) fallen trotzdem an. Es rechnet sich immer noch – aber die Rendite ist kleiner.
Rechenbeispiel: Familie in Freiburg
Nehmen wir eine typische Familie mit 4.500 kWh Jahresverbrauch:
Anlage: 10 kWp ohne Speicher
| Position | Wert |
|---|---|
| Investition | 16.000 € |
| Jährlicher Ertrag | 10.500 kWh |
| Eigenverbrauch (30 %) | 3.150 kWh |
| Ersparnis Eigenverbrauch | 1.100 €/Jahr |
| Einspeisevergütung | 590 €/Jahr |
| Jährlicher Vorteil gesamt | 1.690 €/Jahr |
| Amortisation | ca. 9,5 Jahre |
| Gewinn über 25 Jahre | ca. 26.000 € |
Mit Stromspeicher (10 kWh):
| Position | Wert |
|---|---|
| Investition | 23.000 € |
| Eigenverbrauch (65 %) | 6.825 kWh |
| Ersparnis Eigenverbrauch | 2.390 €/Jahr |
| Einspeisevergütung | 290 €/Jahr |
| Jährlicher Vorteil gesamt | 2.680 €/Jahr |
| Amortisation | ca. 8,6 Jahre |
| Gewinn über 25 Jahre | ca. 44.000 € |
Die Zahlen zeigen: Beide Varianten rechnen sich. Der Speicher bringt mehr Gesamtgewinn, erfordert aber auch mehr Kapital.
Häufige Mythen
”Die Einspeisevergütung ist zu niedrig”
Stimmt – als alleinige Einnahmequelle. Aber die Einspeisevergütung ist nur der Bonus. Der eigentliche Gewinn liegt im eingesparten Strom. Solange Netzstrom teuer bleibt, lohnt sich Photovoltaik.
”Die Technik wird noch besser und billiger”
Ja, aber die Verbesserungen werden kleiner. Module sind heute bereits hocheffizient. Wer wartet, verpasst Jahre an Ersparnis. Die beste Zeit war vor zehn Jahren. Die zweitbeste ist jetzt.
”Im Winter bringt die Anlage nichts”
Im Winter sinkt der Ertrag, das stimmt. Aber eine korrekt dimensionierte Anlage produziert auch von November bis Februar nennenswerte Mengen. In der Region Freiburg profitieren wir zudem von überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden.
”Photovoltaik lohnt sich nur mit Förderung”
Die Einspeisevergütung hilft, aber auch ohne sie würde sich eine Anlage mit hohem Eigenverbrauch rechnen. Der Strompreis ist der entscheidende Faktor – und der wird absehbar nicht sinken.
Unser Fazit
Photovoltaik lohnt sich 2026 für die meisten Eigenheimbesitzer. Entscheidend ist nicht die Frage ob, sondern wie: die richtige Anlagengröße, gute Komponenten und eine fachgerechte Installation. Wer sich unsicher ist, braucht kein Verkaufsgespräch, sondern eine ehrliche Beratung mit konkreten Zahlen.
Sprechen Sie uns an. Wir rechnen das für Ihr Dach in Freiburg und Umgebung durch – transparent und ohne Schönrechnerei.
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